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Jetzt bloss keinen Fehler machen! Fehlerkultur in Unternehmen


6 ultimative Tipps für eine positive Fehlerkultur.

Warum Sie es sich nicht leisten können, keine Fehler zu machen!


Fehler passieren! Fehler sind menschlich! Wer nichts macht, macht auch keine Fehler!


Wir alle kennen diese Sätze nur zu gut! Wir kennen sie, aber wir handeln nicht entsprechend, wenn es zu einem Fehler kommt. Vor allem nicht, wenn dieser im beruflichen Umfeld auftritt und sein Ausmass zunächst schwer absehbar ist.


Egal wie gross und schwerwiegend, es fühlt sich nicht gut an, wenn wir mit einem Fehler konfrontiert werden. Nicht wenn Sie ihn selbst verursacht haben und auch nicht, wenn er in Ihrem Team passiert, für dass Sie als Führungskraft die Verantwortung tragen.



50% der Mitarbeiter befürchten negative Konsequenzen


Wissen Sie, dass knapp 50% der Mitarbeiter Sanktionen im Job befürchten, wenn ein Fehler ans Licht kommt?


Eine Studie von Ernst and Young aus dem Jahr 2018 kommt zum Ergebnis, dass 80% aller Führungskräfte Fehler verschweigen, obwohl diese nachweislich einen negativen Einfluss auf das Unternehmen haben, zum Beispiel in dem sie Projekte verzögern.


70% der Führungskräfte denken allerdings, es herrsche eine positive Diskussionskultur im Unternehmen. Eine Diskussionskultur die so offen ist, dass ihre Mitarbeiter sich trauen Fehler offen zu kommunizieren.

Vorgesetzte glauben, dass Mitarbeiter sich trauen Fehler zu machen
Im Job über Fehler sprechen















Weit gefehlt - befragt man die Mitarbeiter, wie sie die Offenheit des Unternehmens gegenüber Fehlern einschätzen, so sind nur 30% der Meinung es herrsche eine offene Kommunikationskultur.



Wer war es?


Und jetzt mal ehrlich: Sie erhalten die Information, dass in Ihrem Verantwortungsbereich ein Fehler passiert ist! Wie oft war ihr erster Gedanke: «Wer war es?» Wie oft war der erste Impuls, wissen zu wollen, wer es «verbockt» hat?


Befürchten Ihre Mitarbeiter negative Konsequenzen, Sanktionen und Vorwürfe?

Dann können Sie lange darauf warten, dass Sie frühzeitig Kenntnis erhalten, wenn ein Fehler passiert ist. Der Mitarbeiter wird alles tun, um den Fehler zu vertuschen!


Ein verständliches, menschliches Verhalten! Wer möchte schon öffentlich an den Pranger gestellt werden. Zumal die Fehler zum allergrössten Anteil nicht aus Mutwilligkeit oder mit böser Absicht entstehen!


Niemand nimmt sich vor, Fehler zu machen! In den meisten Fällen ist es doch das System bzw. es sind die Prozesse in denen wir arbeiten, die es zulassen Fehler zu machen.


Und aus meiner Erfahrung entstehen Fehler häufig aus einem guten Vorsatz heraus. Ein Mitarbeiter wollte einem anderen lediglich helfen und übernimmt einen Arbeitsschritt. Dummerweise führt er diesen nicht korrekt aus und es kommt zum Fehler!



Fehler sind Innovationstreiber


Was bedeutet eine nicht vorhandene Fehlertoleranz für ein Unternehmen?


Wenn wir Fehler nicht nutzen, entgehen uns wichtige Chancen.

Chancen die das Unternehmen erfolgreicher, innovativer und profitabler machen. Klingt verlockend, oder?


Stellen Sie sich eine Welt vor, ohne all die Erfindungen, die nur entstanden sind, weil Menschen Fehler machten und daraus gelernt haben!


Instantkaffee

Nestlé sollte nach dem Börsencrash 1929, im Auftrag des brasilianischen Kaffeeinstituts einen löslichen Kaffee entwickeln, da es in Brasilien Unmengen an Kaffeebohnen gab. Diese Kaffeebohnen sollten durch die Herstellung eines löslichen Kaffeepulvers haltbar gemacht werden. Dies misslang jedoch, da das Aroma sehr zu wünschen übrig liess. Das Projekt wurde gestoppt! Fertig! Aus!

Ja, aber es gibt doch löslichen Kaffee? Dies ist einem Chemiker zu verdanken, der sich von den Fehlschlägen nicht hat unterkriegen lassen und in seiner heimischen Küche solange weitergetüftelt hat, bis das Aroma passte! 1938 kam das Produkt dann auf den Markt.


Penicilin

Dr. Alexander Fleming wollte im zweiten Weltkrieg ein Mittel erfinden um infizierte Wunden zu heilen, die immer wieder zum Tod führten. Nach etlichen Fehlversuchen hatte er dringend eine Pause nötig und machte Ferien. Dabei liess er die Nährböden auf denen er die Bakterien züchtete, die zu den Infektionen führten, dummerweise am Fenster stehen. Zurück aus den Ferien bemerkt er, dass ein Schimmelpilz auf den Platten gewachsen ist, der die Bakterien zerstörte! Und dieser Schimmelpilz war Penicillium.



Innovation braucht Fehlertoleranz!


Ja, aber wir sind doch tolerant gegenüber Fehlern?


Nein, sind wir im deutschsprachigen Raum ganz und gar nicht. In einer Studie von Globe landete Deutschland auf Platz 60 von 61 in Bezug auf die Fehlertoleranz.


Es gibt keine Fehlertoleranz! Nur Singapur landete noch hinter Deutschland auf Platz 61!

Fehlermanagement

Der Weg zur Fehlerkultur


Etablieren Sie eine Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen, um langfristig innovativ zu bleiben und im Wettbewerb zu bestehen. Transparente, offene Kommunikation und eine Atmosphäre des Voneinander und von Fehlern lernen sorgen für motivierte Mitarbeiter.


Eine Fehlerkultur anerkennt, dass Fehler trotz aller Anstrengungen und Vorbereitungen und Planungen nicht vollständig verhindert werden können!


Fehler passieren! Die Frage ist, wie wir damit umgehen?!


Um das volle Lernpotential eines Fehlers zu nutzen sind folgende Dinge unerlässlich:


1. Ich mache Fehler!

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, sprechen Sie über die Dinge, die nicht gut gelaufen sind! Geben Sie Ihre eigenen Fehler zu. Sprechen Sie darüber!

Machen Sie Fehler zum Thema!

Warum nicht regelmässig in Ihren Sitzungen den Punkt aufnehmen, darüber sprechen und somit allen Mitarbeitern die Möglichkeit des Lernens zu geben?


Fehler passieren, aber wie gehen wir damit um?

2. Trennung von Fehlern und Konsequenzen!

Die Trennung vom Fehler und möglichen Konsequenzen für den Mitarbeiter ist Voraussetzung, um eine offene und zeitnahe Kommunikation zu etablieren. Nehmen Sie dem Fehler das Prädikat «böse». Fehler sind zum Lernen da!


3. Aus «Wer» wird «Warum»

Streichen Sie den Satz «Wer war es?» aus Ihrem Repertoire! Ersetzen Sie diesen mit «Warum ist der Fehler passiert?»

Das Warum führt uns zu möglichen Lösungen! Lösungen, die uns helfen, ein erneutes Auftreten zu verhindern, indem wir das System verbessern!

KVP- Kontinuierlicher Verbesserungsprozess!


4. Betroffene sind Beteiligte

Die gesamte Aufmerksamkeit gilt der Lösung!

Hier gilt ganz klar: Betroffene sind Beteiligte. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit auf den Weg der Lösungsfindung.

Erstens hilft es Ihnen, den Hergang zu rekonstruieren, denn Sie waren vielleicht nicht dabei, als es schiefgelaufen ist.

Zweitens setzt es einen Lernprozess bei Ihrem Team in Gang.

Drittens wird es absolut für Motivation sorgen.


5. Raum für Experimente

Definieren Sie Freiräume. Legen Sie Bereiche fest, in denen Ihre Mitarbeiter zum Experimentieren eingeladen sind. Bereiche, in denen Fehler also ausdrücklich toleriert werden bzw. gewünscht sind.


6. Klassifizierung von Fehlern

Entwickeln Sie Kategorien für die Schwere und das Ausmass des Fehlers. Ein Minor, also ein geringfügiger Fehler, beeinträchtigt z.B. die Funktionalität des Produktes nicht. Wohingegen ein kritischer Fehler, ein Critical, gefährlich ist und dem Unternehmen schaden kann.

Überlegen Sie sich, wie das für Ihr Unternehmen in Ihrer Branche aussehen könnte. Und definieren Sie die entsprechenden Massnahmen zu jeder Kategorie. Sie geben Struktur und damit Sicherheit vor.


Die Zeit ist reif für Fehlerkultur!

Sie möchten den Umgang mit Fehlern in Ihrem Unternehmen verändern, hin zu einer Lernkultur?

Gerne unterstütze ich Sie dabei! Für motivierte Mitarbeiter, innovative Ideen und geringere Fehlerkosten!


Machen Sie heute noch den ersten Schritt!


Melden Sie sich bei mir!


Ich freue mich auf Sie!

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